Die Renaissance eines Urhundes?


Abstammungsfrage neu beleuchtet

Autor: Dr. Hellmuth Wachtel / Ausgabe: 2008-06

Die Abstammung des Hundes ausschließlich vom Wolf gilt heute als geklärt. Dennoch regen neue Argumente gegen diese Hypothese die Wissenschaftler zu weiteren Forschungen an. Gab es vielleicht doch so etwas wie einen Urhund als Stammvater des Haushundes? Für ­Wissen­schaftler ist dies keine Tabufrage. Dr. Hellmuth Wachtel beleuchtet die beiden Standpunkte der ­Abstammungs­frage: Wolf oder Urhund?
Teil 2 von 2

In der vorigen Ausgabe beleuchtete Dr. Wachtel die früheren Vorstellungen über die Abstammung des Hundes, die archäologischen Zeugnisse sowie die Hintergründe der verschiedenen Hypothesen. Im zweiten und letzten Teil geht der Autor auf weitere Aspekte der Urhund- versus Wolf-Theorie ein, darunter auch auf frappierende Verhaltensunterschiede zwischen Wolf und Hund.

Der einzige Wolf in Afrika
Viel Interesse hat schon früh der Äthiopische Wolf auf sich ­gezogen, dessen Artzugehörigkeit bis in die letzte Zeit unklar war. So wurde er auch als „Äthiopischer Fuchs“ oder als „Schakal“ bezeichnet. Doch durch molekulargenetische Untersuchungen stellte sich heraus, dass dieser Canide mit dem Wolf sehr nahe verwandt ist. Damit kann er als der einzige „Wolf“ auf dem ­afrikanischen Kontinent bezeichnet werden. Manche Autoren hielten gerade ihn für den Stammvater des Haushundes oder wenigstens der Windhunde – wegen gewisser Ähnlichkeiten mit diesen ...


Den vollständigen Artikel können Sie in der Ausgabe 6/08 nachlesen.
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