Shih Tzu


Löwenhündchen mit Chrysanthemengesicht

Autor: WUFF-Redaktion / Ausgabe: 2008-10

Kleine Hunde, mit denen sich Buddha umgeben haben soll und die dann bei Gefahr plötzlich große Löwen wurden – das ist eine der Legenden, die sich um die Historie des Shih Tzus ranken. So soll er auch buddhistische Tempel bewacht haben, eine wahrlich große Aufgabe für einen so kleinen Hund, den man auch „chrysanthemengesichtiges Hündchen“ nannte.

Die frühesten Legenden über den Shih Tzu – chinesisch für Löwe – stammen aus chinesischen Quellen (Literatur, Kunstgegenstände, Malereien) um das Jahr 624 n. Chr. Zu dieser Zeit herrschte in China die Tang Dynastie, einer der kulturellen und politischen Höhepunkte des chinesischen Kaiserreiches. Während der Zeit ihrer Macht (618 bis 907 n. Chr.) reichte das chinesische Reich bis nach Korea, Vietnam und weit nach Innerasien. Während der Tang Dynastie konnten vor allem die buddhistischen Klöster ihre Macht und ihren Reichtum vergrößern.

Aus Byzanz oder Tibet?
Um 624 soll ein Hundepaar, das aus dem byzantinischen Reich (das ost­römische Reich im östlichen Mittelmeerraum) stammt, als Geschenk an den chinesischen Kaiserhof gelangt sein. Andere Quellen nennen den Palast des Dalai Lama in Tibets Hauptstadt Lhasa als Ursprung der Hunde. Auch seien sie wegen ihrer Wachsamkeit zur Bewachung buddhistischer Tempel eingesetzt worden. Dies nicht deswegen, weil die kleinen Hündchen besonders aggressiv gewesen wären und Tempelräuber verjagt hätten. Vielmehr hätten sie – nach einigen Quellen – bei der Annäherung von Fremden sofort angeschlagen und ihre größeren Artgenossen, Tibet Mastiffs, aufgeweckt und alarmiert. Diese hätten dann letztlich potenzielle Räuber in die Flucht geschlagen […]

Den vollständigen Artikel können Sie in der Ausgabe 10/08 (erhältlich im WUFF-Shop) nachlesen.


FCI Rassestandard

SHIH TZU


FCI-Standard Nr. 208/20.04.1998/D

SHIH TZU


Übersetzung: Uwe H. Fischer

Ursprung: Tibet.

Patronat: Großbritannien.

Datum der Publikation des gültigen Original-Standardes: 24.06.1987.
Verwendung:
Begleithund.

Klassifikation FCI:
Gruppe 9
Gesellschafts- und Begleithunde.
Sektion 5 Tibetanische Hunderassen.
Ohne Arbeitsprüfung.

Allgemeines Erscheinungsbild: Robuster, überreich behaarter Hund mit deutlich arroganter Haltung und chrysanthemenartigem Gesicht.

Verhalten/Charakter (Wesen): Intelligent, lebhaft und aufmerksam. Freundlich und unabhängig.

KOPF: Kopf breit, rund, mit gutem Abstand zwischen den Augen. Strubbelkopf, wobei das Haar gut über die Augen fällt. Guter Kinn- und Backenbart, sodass ein deutlich chrysanthemenartiger Effekt erreicht wird.

OBERKOPF
Stop:
Ausgeprägt.

GESICHTSSCHÄDEL
Nasenschwamm:
Schwarz, bei leberbraunen Hunden oder solchen mit leberbraunen Abzeichen ist die Nase dunkelleberbraun. Oberkante des Nasenschwamms in gleicher Höhe oder ganz wenig tiefer als die unteren Lidränder. Abfallender Nasenschwamm höchst unerwünscht. Weitgeöffnete Nasenlöcher, enge Nasenlöcher höchst unerwünscht.
Fang: Mit großer Breite, quadratisch; kurz, ohne Falten, flach und behaart. Länge von der Nasenspitze zum Stop ungefähr 2,5 cm. Nasenrücken gerade oder ganz leicht aufgebogen. Die Pigmentierung am Fang sollte so wenig wie möglich unterbrochen sein.
Lefzen: Geschlossen.
Kiefer/Zähne: Breit; knapper Vorbiss oder Zangengebiss.
Augen: Groß, dunkel, rund, mit gutem Abstand voneinander, jedoch nicht hervorstehend. Herzlicher Ausdruck. Bei leberbraunen Hunden oder Hunden mit leberbraunen Abzeichen ist ein helleres Auge statthaft. Weiß eines Auges darf nicht sichtbar sein.
Ohren: Groß, Hängeohr mit langem Ohrleder. Knapp unterhalb des höchsten Punktes des Schädels angesetzt. Sie sind so dicht mit Haar bedeckt, dass sich dieses mit dem Nackenhaar vermengt.

HALS: Gut proportioniert, schön geschwungen. Ausreichend lang, damit der Kopf stolz getragen wird.

KÖRPER: Die Länge zwischen Widerrist und Rutenansatz ist größer als die Widerristhöhe.
Rücken: Gerade.
Lenden: Kurz und stark.
Brust: Breit und tief.

RUTE: Mit starkem Haarbusch fröhlich und gut über dem Rücken getragen. Hoch angesetzt. Der höchste Punkt des Rutenbogens in etwa auf gleicher Höhe mit dem höchsten Punkt des Schädels, dies gibt dem Hund eine harmonische Silhouette.


GLIEDMASSEN

VORDERHAND: Läufe kurz, gut bemuskelt, mit kräftigen Knochen, so gerade wie möglich, um im Einklang mit einer breiten und tiefen Brust zu sein.
Schultern: Fest, gut zurückliegend.
HINTERHAND: Läufe kurz, muskulös, mit kräftigen Knochen. Von hinten betrachtet gerade und parallel. Durch die reiche Behaarung erscheinen die Läufe stämmig.
Oberschenkel: Gut gerundet und bemuskelt.
PFOTEN: Rund, fest und gut gepolstert. Sie scheinen auf Grund der reichen Behaarung sehr groß.

GANGWERK: Arrogant, ruhig - fließend, Vorderläufe gut ausgreifend. Energische Hinterhand - Aktion, hierbei werden die Ballen vollständig sichtbar.

HAARKLEID
HAAR: Lang, dicht, nicht lockig, mit guter Unterwolle. Leichte Wellen erlaubt. Es wird dringend empfohlen, das Schopfhaar hochzubinden.

FARBE: Alle Farben erlaubt. Bei mehrfarbigen Hunden ist eine weisse Stirnblesse und eine weisse Rutenspitze sehr wünschenswert.


GRÖSSE UND GEWICHT:
Widerristhöhe: Nicht über 26,7 cm.
Typ- und Rassecharakteristika sind von höchster Bedeutung und dürfen unter keinen Umständen allein der Grösse wegen geopfert werden
Gewicht: 4,5 bis 8,1 kg.
Idealgewicht: 4,5 bis 7,3 kg.


FEHLER: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss hinsichtlich Gesundheit und Wohlbefinden des Hundes.

Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.

N.B.: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.