Der Airedale Terrier


Ein Porträt der WUFF-Redaktion

Autor: WUFF-Redaktion / Ausgabe: 2010-03

Ein kurzes Rasseporträt kann kein Buch ersetzen, keinen Besuch bei einem seriösen Züchter, keine Diskussionen in Internetforen und Gespräche mit Airedale-Besitzern. Ein Porträt, das – auf nur wenigen Seiten – alle Aspekte einer Rasse umfassen will, würde oberflächlich sein und langweilig zu lesen. Daher geht es in unseren Rasseporträts immer nur um bestimmte Aspekte, die einerseits die Historie und Entwicklung einer Rasse betreffen (weil sie für den Rassecharakter entscheidend sind) und andererseits solche Aspekte, die für die Rasse aus unserer Sicht von großer Bedeutung oder gerade aktuell sind.

In diesem Porträt über den Airedale Terrier geht es daher nicht um die Fellpflege, um Trimmen und dergleichen, denn solche Informationen lassen sich leicht andernorts beschaffen. Vielmehr haben wir umfassend über das Wesen, den Charakter und die Verwendung des Airedale Terriers recherchiert, von den Anfängen der Rasse bis heute. Denn es sind diese Aspekte, die letztlich maßgeblich das Interesse an einer Rasse bestimmen sollten.

Der Ursprung des Airedale Terriers
Wir sind im Aire-Dale, wie das Tal des Flusses Aire in der englischen Grafschaft Yorkshire früher genannt wurde. Es ist die Zeit der industriellen Revolution, die in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Großbritannien besonders stark zum Übergang von der landwirtschaftlichen zur Industriegesellschaft geführt hat. Im Tal der Aire wird nun Kohle abgebaut und die neu angesiedelten Arbeiter bestimmen zusammen mit den verbliebenen Bauern das gesellschaftliche Leben des Tals.


Den vollständigen Artikel können Sie in der WUFF Ausgabe 3/10 (erhältlich im WUFF-Shop unter http://shop.wuff-online.com/) nachlesen.


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>>> RASSESTANDARD



FCI - Standard Nr.7 / 28. 11. 2003 / D

AIREDALE TERRIER

ÜBERSETZUNG : Frau Dr. Christa von Bardeleben.
URSPRUNG : Groβbritannien.
DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINALSTANDARDES : 29. 10. 2003. VERWENDUNG : Terrier.
KLASSIFIKATION FCI : Gruppe 3 Terrier.
Sektion 1 Hochläufige Terrier.
Arbeitsprüfung fakultativ.

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD :
Grösste der (englischen) Terrierrassen. Ein muskulöser, aktiver, ziemlich kompakter Hund ohne Anzeichen von Hochläufigkeit oder unverhältnismässiger Körperlänge.

VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN) :
Entschlossener Ausdruck, schnell in der Bewegung, jederzeit voll gespannter Erwartung. Sein Charakter wird gekennzeichnet und unterstrichen durch den Ausdruck der Augen, durch die Art, die Ohren zu tragen und durch die aufrechte Rutenhaltung. Offen und vertrauensvoll, freundlich, couragiert und intelligent. Stets wachsam, nicht aggressiv, aber furchtlos. KOPF : Gut proportioniert, ohne deutlichen Unterschied in der Länge von Schädel und Vorgesicht. Ohne Stirnfalten.

OBERKOPF
Schädel : Lang und flach, nicht zu breit zwischen den Ohren und zu den Augen hin geringfügig schmaler werdend.
Stop : Kaum wahrnehmbar.

GESICHTSSCHÄDEL
Nasenschwamm : Schwarz.
Fang : Vorgesicht gut ausgefüllt vor den Augen, nicht einfallend oder rasch verjüngt. Jedoch soll eine feine Modellierung einen keilförmigen, nichtssagenden Ausdruck vermeiden.
Lefzen : Gut anliegend.
Kiefer/Zähne : Ober- und Unterkiefer tief, kraftvoll, stark und muskulös, da Stärke des Fangs erwünscht ist. Dagegen ist eine übermässige Entwicklung der Kieferbögen, die eine rundliche oder hervortretende Backenbildung bedingen würden, unerwünscht. - Zähne kräftig. Scherengebiβ, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen. Zangengebiβ kann akzeptiert werden. Rück- und Vorbiβ sind unzulässig.
Backen : Flach, nicht ausgefüllt.
Augen : Von dunkler Farbe, klein, nicht hervortretend, voller Terrierausdruck, Kühnheit und Intelligenz. Helles oder hervortretendes Auge ist höchst unerwünscht.
Ohren : V- förmig, seitlich getragen, klein aber zur Grösse des Hundes passend. Die obere Linie des gefalteten Ohres befindet sich knapp über der Schädellinie. Herabhängende oder zu hoch angesetzte Ohren sind unerwünscht. HALS : Trocken und muskulös, von mässiger Länge und Stärke, allmählich in die Schultern übergehend ; ohne Kehlhaut.

KÖRPER
Rücken : Kurz, kräftig, gerade und eben, ohne Schlaffheit.
Lenden : Muskulös. Bei kurzen und gut aufgerippten Hunden bleibt wenig Raum zwischen den letzten Rippen und den Hüften. Bei einem weniger kompakten Hund wird sich gerade hier eine Schwäche zeigen. Brust : Tief, etwa bis zu den Ellenbogen reichend, aber nicht breit. Rippen gut gewölbt.

RUTE : Üblicherweise kupiert.
Kupiert: Hoch angesetzt und fröhlich getragen, nicht über den Rücken geringelt. Von guter Stärke und Substanz. Die Spitze soll annähernd bis zur Höhe der Schädeldecke reichen.
Unkupiert: Hoch angesetzt und fröhlich getragen. Nicht über den Rücken geringelt. Von guter Stärke und Substanz.

GLIEDMASSEN
VORDERHAND:
Vorderläufe ganz gerade mit guter Knochensubstanz.
Schultern : Lang, gut zurückliegend, schräg gelagert. Schulterblätter flach.
Ellenbogen : Lotrecht zum Körper, frei an den Körperseiten arbeitend.

HINTERHAND
Oberschenkel : Lang und kräftig.
Kniegelenke : Gut gewinkelt, weder nach innen noch nach außen gedreht.
Unterschenkel : Bemuskelt.
Sprunggelenke : Tiefstehend, von hinten betrachtet parallel zueinander.

PFOTEN :
Klein, rund und kompakt mit gut ausgebildeten Ballen, gut gepolstert mit gut gebogenen Zehen, weder nach innen noch nach außen gestellt.

GANGWERK : Läufe gerade vorwärts greifend. Die Vorderläufe werden frei und parallel zu den Seiten bewegt. Beim herankommenden Hund sollen die Vorderläufe eine Fortsetzung der geraden Linie der Front bilden, wobei die Pfoten denselben Abstand voneinander haben wie die Ellenbogen. Die Schubkraft kommt aus der Hinterhand.

HAARKLEID
HAAR : Hart, dicht und drahtig, nicht so lang, daβ es struppig wirkt. Glatt und flach anliegend, Körper und Läufe bedeckend. Deckhaar hart, drahtig, straff, Unterwolle kürzer und weicher.
Das härteste Haar kringelt sich oder ist leicht gewellt. Lockiges oder weiches Haar ist höchst unerwünscht.

FARBE :
Sattel schwarz oder gräulich, ebenfalls Nacken und Oberseite der Rute. Alle anderen Körperpartien lohfarben. Die Ohren sind oftmals dunkler im Loh. Dunklere Schattierungen findet man gelegentlich auch am Hals und an den Schläfen. Einige weisse Haare zwischen den Vorderläufen können akzeptiert werden.

GRÖSSE :
Schulterhöhe :
ca. 58-61 cm für Rüden (23 - 24 ins)
ca. 56-59 cm für Hündinnen (22 - 23 ins).

FEHLER : Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten soll als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss hinsichtlich Gesundheit und Wohlbefinden des Hundes. Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden. N.B. : Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden. Dieser geänderte Standard wird ab April 2004 in Kraft treten.