Die ersten Hunde sind nach letzten Forschungen vor 16.000 Jahren wahrscheinlich in Südchina durch die Domestizierung Chinesischer Wölfe (Canis lupus chanco) entstanden, lange vor allen anderen Haustieren, und zwar vermutlich zunächst zur Fleischproduktion bei den ersten Reisbauern. Rasch hat sich diese Domestikation als eine hervorragende Entwicklung für den Menschen herausgestellt. Denn die Hunde haben sich unglaublich rasch an alle Lebensbedingungen auf der Erde angepasst und sich so bald über die ganze von Menschen bewohnte Erde verbreitet. Dies wohl nur deshalb, weil man binnen kurzer Zeit ihre vielfältigen Talente u. a. als Wächter, Jäger, Beschützer oder auch einfach nur als Gesellschafter des Menschen erkannte und nutzte. Kein zweites Haustier ist dem Hund in dieser Vielseitigkeit vergleichbar.
Im Lauf der Jahrtausende bildeten sich Hundevarianten mit besonderen Eigenschaften heraus, die sie für spezifische Zwecke besonders geeignet machten. Diese Populationen nennen wir nach heutigem Verständnis „Landrassen”. Sie wurden, so gut dies damals ging, vor der Vermischung mit anderen Hundepopulationen bewahrt und für die Weiterzucht stets nach ihrem jeweiligen Verwendungszweck ausgewählt. Dadurch blieb ihre spezielle Eignung für bestimmte Aufgaben erhalten bzw. wurde oft sogar verbessert.
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