Es ist früh am Morgen. Das Gras ist feucht vom Tau, Nebelschwaden hängen in der Luft, lösen sich langsam auf. Günter entfacht das Lagerfeuer und kocht Kaffee. Jack Russell-Hündin Leni hat sich in Günters Schlafsack verkrochen und denkt gar nicht daran aufzustehen. Das hat sie schon gut raus. Verschlafen blinzelt sie mich an, ihre Stirn runzelt sich in dicke Falten. Die Pferde grasen auf der Wiese rund um unser Zelt.
Frei wie ein Adler Zwei Stunden später ist das Lager abgebaut und sind die Pferde gesattelt. Wir sind bereit aufzubrechen, uns hineinzustürzen in das unbekannte Abenteuer. Auch Leni kann die Aufregung spüren, sie springt begeistert an mir hoch, beißt in den Zipfel meiner Jacke, tobt und rast wie verrückt herum. Ich schwinge mich in den Sattel, tätschle den Hals meines Pferdes und atme tief die kalte Luft ein. In diesem Atemzug ist ganz Amerika enthalten. Das Salz des Pazifischen Ozeans, das Gold der Espen Colorados, das Büffelgras der unermesslich weiten Prärie. Eine schwere Last fällt von meiner Seele. Ich fühle mich leicht und unbeschwert, hüpfe innerlich auf und ab vor kindlicher Freude. Es ist herrlich. Sonne, Berge, Wiese, Wald, Luft, Freiheit. Ja, Freiheit! Frei wie ein Adler, der sich durch die Lüfte schwingt, frei wie ein Fisch im Wasser.
Den vollständigen Artikel können Sie in der WUFF Ausgabe 3/10 (erhältlich im WUFF-Shop unter http://shop.wuff-online.com/) nachlesen.
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