Hunde an unserer Seite


Zeit für Gefühle

Autor: Martina Petersen / Ausgabe: 2010-07

Hunde fördern ihre Menschen. Zahlreiche Studien und Projekte beweisen: Mit einem Hund an unserer Seite sind wir gegen die Risiken und Defizite der modernen Gesellschaft bestens gewappnet. Hunde ­stehen für einen aktiven Lebensstil, sie fördern unsere sozialen Kontakte, bringen uns mit unseren Gefühlen in Kontakt und wirken als Seelentröster und Heiler. Sie unterstützen die Genesung nach einer Krankheit und helfen uns, schwere Lebensphasen durchzustehen.

Emma frisst Radiergummis. Weil die Labrador-Hündin in diesem Punkt unbelehrbar ist, sehen die Schüler ein, dass sie in ihrem Klassenraum Ordnung halten müssen. Und wenn es in der zweiten Klasse hoch hergeht, erinnert schnell einer der Schüler seine Kameraden: „Psst! Nicht so laut – denkt an Emmas gute Ohren!“ Klassen­lehrerin Nicole Krause freut sich jeden Tag aufs neue ­darüber, wie positiv sich die Atmosphäre und das Sozialverhalten der Kinder an der privaten Bugenhagen-Schule in Hamburg-Groß Flottbek entwickelt hat, seit Emma vor zwei Jahren ihren Dienst als Schulhund angetreten hat. „Die Kinder halten toll zusammen und sind im Umgang ­miteinander sehr rücksichtsvoll. Streit gibt es bei uns kaum“, sagt sie. „Und das Schönste ist, dass alle wirklich gern zur Schule gehen!“

Nicole Krause träumte schon lange davon, einen eigenen Hund zu haben und war deshalb von der Idee ihres ­Direktors begeistert, das Pilotprojekt „Schulhund“ an ihrer Schule zu starten. Sie tauschte sich bundesweit mit Kollegen aus, die mit Schulhunden arbeiten, suchte sich einen Welpen be­sonders sanftmütiger Hundeeltern aus und nahm Emma von der 12. Woche an stundenweise mit in die Schule, um sie an Kinder zu gewöhnen.


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