Emma frisst Radiergummis. Weil die Labrador-Hündin in diesem Punkt unbelehrbar ist, sehen die Schüler ein, dass sie in ihrem Klassenraum Ordnung halten müssen. Und wenn es in der zweiten Klasse hoch hergeht, erinnert schnell einer der Schüler seine Kameraden: „Psst! Nicht so laut – denkt an Emmas gute Ohren!“ Klassenlehrerin Nicole Krause freut sich jeden Tag aufs neue darüber, wie positiv sich die Atmosphäre und das Sozialverhalten der Kinder an der privaten Bugenhagen-Schule in Hamburg-Groß Flottbek entwickelt hat, seit Emma vor zwei Jahren ihren Dienst als Schulhund angetreten hat. „Die Kinder halten toll zusammen und sind im Umgang miteinander sehr rücksichtsvoll. Streit gibt es bei uns kaum“, sagt sie. „Und das Schönste ist, dass alle wirklich gern zur Schule gehen!“
Nicole Krause träumte schon lange davon, einen eigenen Hund zu haben und war deshalb von der Idee ihres Direktors begeistert, das Pilotprojekt „Schulhund“ an ihrer Schule zu starten. Sie tauschte sich bundesweit mit Kollegen aus, die mit Schulhunden arbeiten, suchte sich einen Welpen besonders sanftmütiger Hundeeltern aus und nahm Emma von der 12. Woche an stundenweise mit in die Schule, um sie an Kinder zu gewöhnen.
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