Dieser kleine Reineke Fuchs wurde als Waisenkind aufgefunden und hätte allein in der Natur niemals überleben können. Da auch niemand es übers Herz brachte, ihn zu töten, erhielt die Besitzerin einer Australian Shepherd-Hündin eine Sondergenehmigung, so dass sie den Fuchswelpen aufnehmen durfte. Und so besuchte der kleine Wicht zusammen mit seiner Adoptivmutter eine Hundeausstellung, wo er eine WUFF-Leserin, Frau Joanna Jonientz, faszinierte und zu diesen bezaubernden Fotos inspirierte.
Was wird aus ihm?
Mögen die Bedingungen, unter denen der kleine Rotfuchs gehalten wird, auch noch so ideal sein, er ist und bleibt ein Wildtier, auch wenn er zahm geworden ist. Und ob er als erwachsener und geschlechtsreifer Fuchs noch so glücklich und zufrieden sein wird wie jetzt als Welpe, das mag man getrost bezweifeln. Wenn ihn dann die Sehnsucht nach der Freiheit packt, wird er dennoch daheim bleiben müssen – zu seinem eigenen Schutz, da er die Scheu vor dem Menschen verloren hat. Und das würde ihm zum Verhängnis werden können. Es würde ihn in die Nähe menschlicher Behausungen führen, wo er nicht von jedem gern gesehen ist – aus verständlichen Gründen, hat doch so mancher für einen Fuchs verlockendes Federvieh!
Auch sind sicher nicht alle Hunde dem kleinen Kerl so freundlich gesonnen wie die Hütehunde, deren Jagdtrieb ihrer Rasse gemäß nicht so ausgeprägt ist. Und so mancher Waidmann glaubt immer noch, dass man jeden Fuchs ausrotten müsse, wo immer man ihn findet. Also wird unser kleiner Reineke sein ganzes Leben lang bei seiner Familie bleiben müssen. Und das können in Gefangenschaft über 10 Jahre sein! Wünschen wir ihm, dass es ihm dort immer gut gefällt. Und wünschen wir seiner Familie, dass sie starke Nerven hat – und behält. – Und hoffen wir, dass dieses Beispiel eine Ausnahme bleibt.
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Der Fuchs – kein Haustier!
Der heimische Rotfuchs darf als Wildtier sowohl in Österreich wie auch in Deutschland ohne behördliche Genehmigung privat nicht gehalten werden. Illegale Haltungen sind dem Amtstierarzt zu melden.
In Tollwut-freien Gebieten geht keine besondere Gefahr von ihm aus, und auch der gefürchtete Fuchsbandwurm sollte nicht zur Panik führen. Allerdings suchen Füchse immer häufiger die Nähe des Menschen, da sie gelernt haben, dass es sich in seiner Umgebung von seinen Abfällen – und auch von seinem Geflügel! – gut leben lässt. Die Stadt Zürich z.B. „beherbergt“ ca. 800 Füchse, die teilweise zur Plage geworden sind, da manche Menschen sie – trotz strengster Warnungen! – anfüttern und so an die Nähe der Häuser binden und sie ihre Scheu vor den Menschen verlieren lassen.
Der Fuchs ist als Wildtier in unserer Landschaft unverzichtbar, vor allem auch als Mäusefänger und Aasfresser, als „Gesundheitspolizei“. Er ist aber kein Haustier, und so sollte der Fall unseres kleinen Reineke an der Leine eine Ausnahme bleiben.