Hundezucht: Profit oder Gesundheit? Wenn Krankheitsdaten verheimlicht werden …

Ganz im Gegensatz zu den Aussagen vieler ­Züchter und Rassevereine ist die erbliche ­Epilepsie bei ­Rassehunden ein „immer größer werdendes Problem“, wie es in der wissenschaftlichen ­Veterinärliteratur heißt.
Dies zeigen auch die vielen Reaktionen auf die Reportage einer Züchterin in WUFF (3/2011) über diese Form der Epilepsie und ihre ­Erfahrungen damit, wie in Züchter- und ­Vereinskreisen mit diesem Wissen und mit Krankheitsdaten generell umgegangen wird. Krankheitsdaten sollen zurückgehalten oder nicht ernst genommen worden sein.
Das aber wäre in den Augen von Experten ein Vergehen an der Gesundheit von Hunden und könnte letztlich auch als  Betrug am Welpen­käufer angesehen werden.
Eine Diskussion über ein Tabu-Thema, die aber – neben aller Kritik – auch den Einsatz ­seriöser Züchter für die Gesundheit ihrer ­Rasse zeigt. Sie sind es, die Zuchtvereine ­kritisieren und ­Interesse daran haben, dass solche Informationen publik und Hunde­interessenten beim ­Welpenkauf kritischer werden.

Epileptische Krampfanfälle können durch Verletzungen oder verschiedene Krankheiten des Gehirns ausgelöst ­werden. Viel häufiger aber wird bei Hunden keine organische ­Ursache dafür gefunden. Diese Form der Epilepsie bezeichnet man als idiopathisch. Schon in den 1960er und 1970er Jahren wurden Häufungen dieser Epilepsie bei bestimmten Hunderassen festgestellt und daher eine genetische, also vererbbare Ursache angenommen...

Sie sind noch nicht als Abonnent freigeschaltet und können daher noch nicht den gesamten Artikel lesen.

Login

Dieser Artikel ist nur für WUFF-Online-Abonnenten oder Heft-Abonnenten in voller Länge lesbar. Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich.
 

Autor dieses Artikels:

WUFF-Redaktion

Weitere Artikel aus WUFF 2011|05

Hier finden Sie weitere Artikel aus diesem Heft:
[mehr]