
Karin Joachim studierte Germanistik und Anglistik an der Universität Bonn und leitete lange Jahre ein archäologisches Museum in Rheinland-Pfalz. Heute veranstaltet sie Kultur- und Naturführungen, Familienwanderungen und thematische Stadtbesichtigungen für Mensch und Hund in und um Bad Neuenahr-Ahrweiler unweit von Bonn. Zur Zeit begleitet sie Airedale Terrier Hündin Lina.
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Wenn besondere Gefahren lauern
Schlangen
Schlangen aus der Familie der Vipern sind auch in unseren Breiten heimisch, eher im Süden die Hornotter und die Aspisviper. Die Kreuzotter kommt sogar im Norden vor. Da diese Schlangen hochgiftig sind, sollten Mensch und Hund einen großen Bogen um diese machen. Blindschleichen sind übrigens völlig harmlos und gehören zu den Echsen.
Blaualgen
Immer wieder wird über die Giftigkeit sog. Blaualgen berichtet. Gemeint sind Cyanobakterien, die in stehenden oder langsam fließenden Gewässern vorkommen können und sich unter bestimmten Bedingungen (Wärme, Nährstoffreichtum) stark vermehren. Gefährlich sind die Toxine dieser Bakterien besonders für kleine Kinder und sensible Personen. Hunde (und andere Warmblüter), die Kontakt mit diesen leber- und nerventoxischen Giften haben, können daran sogar sterben. Diese Bakterien kommen nicht nur in Süßwasserseen vor sondern z.B. auch in der Ostsee.
Grannen
Die reifen Fruchtstände von Gräsern und Getreide können beim Eindringen in die Haut (z.B. an Pfoten, in Nase, Augen, Ohren und Maul) schlimme Entzündungen hervorrufen.
Herbstgrasmilben
Die fast unsichtbaren Herbstgrasmilben lauern auch in unseren Gärten und sind nicht nur im Herbst aktiv. Ihre wenige Millimeter großen, rötlichen Larven verbeißen sich bei Mensch und Tier in der Haut. Mit den Pfoten, die meist zuerst besiedelt werden, können die Larven durch Kratzen andere Körperregionen des Hundes erreichen, bevorzugt Ohren und Hals. Durch den Juckreiz bedingtes stetiges Kratzen kann Hautentzündungen hervorrufen.
Zecken
Die Gefahr schwerster Erkrankungen macht eine geeignete Prophylaxe für Mensch und Hund unumgänglich und zwar regelmäßig. Die Zeckengefahr beginnt bereits in unseren Gärten.
Hundstage …
Jeder Hundehalter weiß: bei großer Hitze liegen unsere Hunde gerne – und zu Recht – am liebsten im kühlenden Schatten. Von dieser Beobachtung leitet sich der Begriff „Hundstage“ jedoch nicht ab. Der Name ist vielmehr eng mit dem Stern Sirius verbunden, der sich im Jahreslauf nach einer Phase der Unsichtbarkeit erstmals wieder am Morgenhimmel zeigt. Die alten Ägypter beobachteten, dass mit dem Wiederaufgehen des Sternbildes Sirius der Nil anschwoll und die Böden des Niltals mit fruchtbarem Schlamm aus Äthiopien versorgt wurden. Wie ein Wachhund zeigte Sirius, im Sternbild des Hundes (Canis major), dieses Phänomen an, das auf den Monsunregen nach der Sommersonnenwende zurückzuführen war. Dass der Stern nicht Verursacher der Hitze war, wie es die alten Ägypter annahmen, erkannten später die Griechen und Römer.
Bei den Römern wurden die heißesten Tage des Jahres – nun rund einen Monat später als im Alten Ägypten – „dies caniculares“ genannt. Diese Zeit der größten Hitze dauerte rund 30 Tage, vom erstmaligen Erscheinen des Sirius bis zur vollständigen Sichtbarkeit des gesamten Sternbildes (23. Juli bis 23. August).
Auch im heutigen Mitteleuropa liegen meist die heißesten Tage des Jahres in dieser Zeit, wenn es auch in den letzten Jahren zum Teil deutliche Verschiebungen nach vorne gegeben hat.