Ohne Maulkorb … aber dafür mit Eiern!

Servus, ich bin’s, der Herr Meier. Zum Glück bin ich wieder der Herr Meier, denn zwischendurch hat mein Frauchen es gewagt, mir den Kastrationschip einzusetzen. Da war ich – schwupp-di-wupp – nur noch der Mister M., der Meier ohne Eier. Aber die Zeiten sind vorbei und ich stehe wieder ganz ­meinen Rüden, überraschenderweise ohne gefrustet, gestresst oder gar aggressiv zu sein. Nachdem ich ja jetzt bei beiden Zuständen mitreden kann, Mr. M. und Herr Meier, möchte ich mich nun auch mal zum ­Dauerbrenner Kastration zu Wort melden, und zwar konkret zum Artikel von Andrea Specht ­„Kastration von Hunden aus gesellschaftspolitischer und Tierschutzsicht“, der leider keine Fakten, sondern eine Meinung widerspiegelt.

Fangen wir mal positiv an: Ich gehe mit der Autorin konform, was die Überpopulation von Hunden angeht. Ich selbst bin ja, wie auch meine drei Mitbewohner, einer derer, die irgendwann zu viel wurden und mit einem halben Jahr aus fünfter Hand bei meinem Frauchen gelandet. Na ja, um ehrlich zu sein: ich kann verstehen, dass mich damals keiner mehr haben wollte, ich war ein ekelhaft pubertierender, wahnsinnig anstrengender Schnösel. Aber, hey Leute, das lag an der Pubertät, den damit verbundenen Hormonschwankungen und dem jugendlichen Leichtsinn. Die Pubertät gehört nun mal zum Hund, da muss Mensch durch! Trotzdem wäre das für viele vermutlich ein triftiger Grund zur Kastration gewesen – chirurgisch herbei...

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