Projekt: "Ein Reservat für Straßenhunde" auf La Réunion
Die Auswilderung von ursprünglich domestizierten Tieren ist prinzipiell nichts Neues. So gelten bspw. die australischen Dingos als verwilderte frühere Haushunde, oder in Korsika finden sich viele wild lebende Schweine, die ursprünglich Hausschweine waren. Dass auch eine Verwilderung domestizierter Haushunde möglich ist, zeigt das Toskana-Projekt von Günther Bloch. Was es aber bislang noch nicht gibt, sind Untersuchungen über eine aktive Auswilderung domestizierter Hunde. Auf der französischen Insel La Réunion im Indischen Ozean soll nun ein solches Projekt in Angriff genommen werden: Ein Reservat für Straßenhunde.
Die rund 150.000 Straßenhunde von La Réunion, einer zu Frankreich gehörenden Insel im Indischen Ozean, kämpfen täglich ums Überleben. Viele werden auf der Straße mehr oder weniger absichtlich überfahren, verhungern, werden in die vielen Schluchten der Insel geworfen, vergiftet oder von Hundefängern eingesammelt und in sog. Fourrieren meist getötet. Nur kleine junge Hunde, die eine Chance auf Vermittlung haben, werden von der französischen Tierschutzorganisation SPA aufgenommen und auf der Insel oder in Frankreich vermittelt. Organisationen, die sich seit Jahren um die Straßenhunde kümmern, arbeiten oft an der Grenze ihrer persönlich-finanziellen und mental-psychischen Belastbarkeit.
Um den Straßenhunden von La Réunion ein tiergerechtes Leben ohne Verfolgung zu ermöglichen, hat nun die Tierschutzorganisation...
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