Tierheime auf dem Prüfstand: Ein Tierheim so herzlich wie eine Familie
Tierheime sind Zufluchtsorte für geschundene und gequälte Mitgeschöpfe, denen Schlimmes angetan wurde, Auffangstationen für verwaiste Vierbeiner, die nach dem Tod ihrer Besitzer kein Zuhause mehr haben, Gnadenhof für alte oder kranke Tiere, die keiner mehr haben möchte – für die meisten aber eine reelle Chance für einen Neubeginn. Dass Tierheim nicht gleich Tierheim ist, soll eine Studie der Veterinärmedizinischen Universität Wien zeigen, die derzeit einige Heime unter die Lupe nimmt. Und auch wir stellen in den kommenden Ausgaben unterschiedliche Modelle und ihre Philosophien vor. Diesmal sind wir in Ternitz im südlichen Niederösterreich, wo ein kleines aber feines Tierheim errichtet wurde, das für mich in vielerlei Hinsicht nachahmenswert ist. Nicht nur die einzigartige familiäre Atmosphäre sondern auch die Tatsache, dass eine Gemeinde dieses Heim ganz allein aus Eigenmitteln finanzierte, machen es zu einem Pilotprojekt der Extraklasse.
Fast könnte man den flachen Bau hinter dem Autohaus im Ternitzer Gewerbegebiet übersehen, würde da nicht ein Tierrettungsfahrzeug vor dem Eingang stehen. Ohne Schnickschnack hat man hier in Anlehnung an das Vorzeige- Tierheim Krems eine kleinere Variante errichtet, die den Bedarf an Pflegeplätzen für herrenlose Tiere im Bezirk Neunkirchen abdeckt. Betritt man die kleine Eingangshalle des Heimes, spürt man sofort, hier sind Menschen mit Herz und Verstand am Werk. Elisabeth Platzky, Tierheimleiterin und Obfrau...
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