In der WUFF-Ausgabe 6/2000 habe ich gebeten, der Doppelgänger von WUFF-Redaktionshund Toni möge sich in der Redaktion melden. Es verging Woche um Woche und ohne Reaktion. Plötzlich kam der Anruf: „Ich bin’s, das Herrchen von Tonis Doppelgänger“. Es war ein Tierarzt der Veterinärmedizinischen Universität Wien.
Wir verabredeten uns zum gemeinsamen Spaziergang in Neulengbach. Akino, so heißt Tonis Doppelgänger, ist zwei Jahre alt und genau so friedlich wie Toni. Das, obwohl er schon eine mehrmonatige Tierheimphase hinter sich hat. Wir spazierten entlang der großen Tulln und hatten zunächst beide Hunde an der Leine. Einer starrte nach rechts, der andere nach links. Beide Hunde wussten, da ist kein Knurrer drin - das würden die Herrchen nicht dulden. Nach zehn Minuten klickten die Leinenkarabiner und los ging der Spaß. Um die Wette markieren, im Wasser plantschen, Hündinnenlackerl schnüffeln …
Man kann von zwei erwachsenen Rüden nicht erwarten, daß sie dicke Freunde werden, jedoch, daß sie sich dulden müssen. Mit guter Sozialisierung und Erziehung ist dies mit jedem Hund möglich.
Nach ein paar Fotos in der Abendsonne ging’s dann wieder ab Richtung heimwärts.