Und ewig lebt das Dönertier

„Ich bewundere, wie Sie Ihre ‚Problemhunde‘ literarisch positiv mit so viel Humor ‚verarbeiten‘ können“, schrieb mir eine Redakteurin von WUFF in einem sehr lieben Mail, als sie meine ersten Geschichten las. Aber was bleibt einem mit solchen Saufratzen auch anderes übrig? Humor ist, wenn man trotzdem lacht! In der vergangenen Woche habe ich sehr oft an diesen Satz denken müssen, denn das Dönertier (Anm. d. Red.: = Günes, einer der Hunde der Autorin) erkrankte schwer und ich war nicht sicher, ob ich mich jemals wieder über ihre Macken ärgern darf. Was bei Problemhunden funktioniert, muss ja schließlich auch bei Hundeproblemen klappen – und der Gedanke, dass der Canis autisticus (Anm. d. Red.: eine weitere Bezeichnung für Günes, s. WUFF 9/2010) dies nicht überleben ­könnte, war ein Riesenproblem!  Also setzte ich mich hin und schrieb, während ich um ihr Leben bangte, diese Geschichte, die mir noch mehr zeigte, was mir dieser komische Hund alles bedeutet.

Der Tag begann wie immer, mit der Verweigerung des Frühstücks. Aber das wundert mich schon lange nicht mehr, denn ­Fressen gehört definitiv nicht zu Günes’ Lieblingsbeschäftigungen. Genauso wenig wie Spazierengehen. Aber das nutzt ihr recht wenig, denn wenn ich sie auch nicht zwangsernähren kann, so kann ich sie doch zum täglichen ­Spaziergang nötigen.
Also auf zur großen Runde mit einer Freundin und ihren drei Hunden. Auch hier war alles wie immer, denn auch andere Hunde findet das...

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